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Handelsname:
Weiler Sandstein.

Petrographische Bezeichnung:
Feldspatreicher Sandstein, reich an Gesteinsbruchstücken.

Geologische Formation:
Mittlerer Keuper: Schilfsandstein.

Farbe:
Gesamtfarbe: Hellgrau bis blaßbraun, Streifung dunkelrötlichgrau.

Eigenschaften:
Hellbraun, feinkörnig, parallelgeschichtet, homogen, feinporig.

Petrographische Beschreibung:
Hell- bis mittelbrauner, feinkörniger, homogen erscheinender, meist ungemusterter, dichter Sandstein von tonig-ferritischer, bereichsweise auch kieseliger Bindung. Parallel der Schichtung eingeregelte Muscovitschüppchen häufig auf den Schichtflächen angereichert. Tonschmitzen selten. Eine gelb geaderte Varietät weist eine typische, wellenartig strukturierte, durch Anreicherung limonitischen Bindemittels verursachte Musterung auf.

Mineralbestand:
Komponenten 71 %, Bindemittel 12 %, sichtbarer Porenraum 17 %.
Komponenten: Gesteinsbruchstücke 48 %, Quarz 25 %, Alkalifeldspat 27 %, Akzessorien weniger als 1 % (Plagioklas, Muscovit, Apatit, Zirkon, opake Mineralkörner).
Bindemittel: Meist tonig-ferritische Beläge um die Mineralkörner (durch Eisenoxid gefärbte Illit- und Chloritlagen), selten kieselige Bindung über sekundäre Anwachssäume; limonitische Zwickelfüllungen häufig.
Sichtbarer Porenraum: Recht homogen, einzelne Nester mit bis zu 70% sichtbarem Porenraum. Porengröße durchschnittlich 0,04 mm.

Weitere Fakten (1 = gelbe Varietät; 2 = gelb geaderte Varietät):
Dichte, rein: 1 = 2,65 g/ccm; 2 = 2,70 g/ccm.
Dichte, roh: 1 = 2,08 g/ccm; 2 = 1,91 g/ccm.
Porosität: 1 = 21,84 Vol.%; 2 = 29,56 Vol.%.
Wasseraufnahme unter Atmosphärendruck: 1 = 7,38 Gew.%; 2 = 5,55 Gew.%.
Wasseraufnahme unter Vakuum: 1 = 10,53 Gew.%; 2 = 11,06 Gew.%.
Sättigungsgrad: 1 = 0,70; 2 = 0,71.
Luftpermeabilität: 1 = 136,000 mD; 2 = 338,000 mD.
Spezifische Oberfläche: 1 = 3,57 g/qm.

Verwitterungsverhalten:
Verwitterungsbeständigkeit meist mäßig. Häufige Verwitterungserscheinungen sind Absanden, Abblättern, Abschilfern und Abschalen, bevorzugt parallel zur Schichtung. Bei der gelb geaderten Varietät Herauspräparierung der limonitisch gebundenen Bereiche als Härtlinge; frostbeständig.

Ähnliche Gesteine:
Pfaffenhofener Sandstein: er ist etwas heller und dichter.
Niederhofener Sandstein: er unterscheidet sich megaskopisch kaum.
Mühlbacher Sandstein: er besitzt typisch schwarze Strömungsrippelstruktur.
Heilbronner und Freudenbacher Sandsteine: sie sind z.T. deutlich poröser und mit kleinsten organischen Resten durchsetzt.

Vorkommen:
Baden; Sinsheim-Weiler.

Anwendung:
Bildhauerei; Bodenplatten; Treppen; Fensterbänke außen/innen; Wandplatten außen/innen; "außenarchitektonische Accessoires"; Massivbauten; (Grab-) Denkmale.

Beispiele:
Neue Staatsgalerie, Landtag und Kammertheater Stuttgart; Stiftskirche Herrenberg; Rathaus Östringen; Burg Steinsberg; Autobahnkreuz Frankfurt.


geschliffen