Jura Marmor Jura-Marmor
ist der Handelsname eines hellgelben bis graublauen Kalksteins, der
geografisch zur Fränkischen Alb gehört. Hauptabbauorte sind im Raum
Titting-Kaldorf-Petersbuch zu finden.
Es handelt sich um einen feinkörnigen Kalkstein der auch Einschlüsse von Fossilien in sich trägt. Häufig vorkommende Fossilien sind Algen, Kieselschwämme, Ammoniten und Belemniten. Jura-Marmor hat sich vor ca. 175 Millionen Jahren durch Kalkablagerung gebildet. Dieses Zeitalter fällt in den oberen Malm, der auch als Erdmittelalter bezeichnet wird. Jura Marmor ist der bedeutendste deutsche Naturwerkstein für den Baubereich. Die
Mächtigkeit der nutzbaren Gesteinslagen beträgt ca. 50 Meter, einzelne
Schichten (Bänke) sind bis zu 1,50m stark. Die Gesteinsbänke sind durch
dünne Mergelschichten voneinander getrennt. Sie werden durch Bohren und
Abspalten in brauchbare Blockgrößen aufgeteilt, dabei müssen die
geologischen Gegebenheiten wie Spalten und Risse im Gestein
berücksichtigt werden. Für die Arbeiten im Steinbruch werden moderne
Radlader, Bohr- und Transportgeräte eingesetzt.
Oberflächen und Farben des Natursteins Die natürlichen Farben des Gesteins sind gelb (beige), graublau und eine Mischung (gelb-grau-bunt) aus diesen Farbtönen.
Alle
im Folgenden beschriebenen und illustrierten Oberflächenbearbeitungen
(wie poliert, feingeschliffen, getrommelt ect. )sind als Alternativen
für die Gesteinsfarbe zu sehen.
Geschichte Seit den Anfängen der menschlichen Besiedlung wird Jurakalk - wie Jura Marmor auch genannt wird - als Baustoff verwendet. Das Gestein war in alten Zeiten für den Bau von Burgen
und Häusern der Oberschicht ein wichtiges Siedlungskriterium. Früher
wurden deshalb vor allem Massivteile gebrochen um Mauersteine zu
gewinnen. Die Verwendung des Natursteins als Bodenbelag war äußerst
selten. Hierfür wurde vor allem im herrschaftlichen und profanen
Bereiche der Solnhofer Naturstein verwendet.
Die Herstellung von Bodenplatten aus Jura Marmor war in vorindustriellen Zeiten äußerst mühsam.
Verwendung Mit Beginn der industriellen Revolution fand der nun maschinell bearbeitbare Jurakalk
Einzug in den „Baualltag“. Fensterbänke, Bodenbeläge und
Wandverkleidungen wurden nun auch für den Mittelstand zugänglich. Noch
heute assoziieren viele Jurakalk als das typische Material der
Nachkriegszeit.
Ansonsten
wird der Naturstein in hohem Maße national als auch international als
Baustoff verwendet. Es können eine Vielzahl von verschiedenen Oberflächen und Formaten angeboten und geliefert werden.
Lieferübersicht Der Jura Marmor wird in allen Formaten, Überlängen und Standardstärken angeboten .
Fertigarbeit für Stufen, Fensterbänken, Abdeckplatten u.s.w. kann jederzeit produziert werden.
Rohplatten können selbstverständlich geliefert werden.
Die gängigsten Oberflächenbearbeitungen sind: -poliert -feingeschliffen -tellergestrahlt -tellergestrahlt und gebürstet -geriffelt-gestockt -gratiniert-scharriert -sandgestrahlt -sandgestrahlt und gebürstet