Marmorfliesen und mehr

Schon der Name weckt Sehnsüchte und Wünsche: Marmor ist eines der edelsten Materialien für den Innenausbau. Marmorfliesen verleihen jedem Raum Eleganz und Exklusivität. Trotzdem hat sich der Naturstein seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Kunststein kann vielleicht die Optik imitieren und noch bessere Eigenschaften im täglichen Gebrauch haben, aber an die Ausstrahlung von Marmor reicht so leicht kein anderes Material heran. Der dezente, seidige Glanz verlockt zum Berühren, die glatte, manchmal spiegelnde Oberfläche spricht das Auge an. Entdecken Sie in unserem Sortiment Marmorfliesen als Bodenbelag oder Wandverkleidung. Wir führen ein großes Sortiment aus verschiedenen Herkunftsländern in zahlreichen Farben. Marmorfliesen in vielen Formaten geben Ihnen die Möglichkeit zur individuellen Raumgestaltung.

Die Entstehung von Marmor

Marmor ist ein kristallines, glänzendes Gestein, das sich aus verschiedenen Mineralien - Calcit, Dolomit oder Aragonit - zusammensetzt und grundsätzlich durch eine Umwandlung (Metamorphose) anderer Gesteine entsteht, die einen großen Anteil an Karbonat besitzen. Er wird deshalb auch als ein metamorphes Gestein bezeichnet. Für diese Umwandlung braucht es extrem hohe Temperaturen und Drücke sowie sehr viel Zeit. Dabei wird unterschieden zwischen einer Kontakt- und einer Regionalmetamorphose.

Bei der Kontaktmetamorphose steigt flüssiges Gestein auf in die obere Erdkruste. Wenn es nicht an die Oberfläche gelangt, kühlt es über Jahrtausende hinweg in den so genannten Magmakammern ab und wird in der Regel zu Granit oder eben - bei karbonatreichen Gesteinen - zu Marmor. Dabei herrschen Temperaturen von rund 400 °C und Drücke von bis zu 10 Kilobar.

Die Regionalmetamorphose läuft ohne Kontakt zum Magma ab, allerdings auch unter großer Hitze und hohem Druck. Bei diesen langwierigen Prozessen entstehen unter anderem Marmorgesteine mit einem Richtungsgefüge, aus denen spaltraue Platten gewonnen werden können, wobei die Spaltrichtung üblicherweise orthogonal zur ehemaligen Hauptspannung verläuft. Sind Temperatur und Druck hoch genug, kann sich Marmor plastisch verformen. Dadurch entstehen Falten und Fließgefüge, die beim Endprodukt als Marmorierung sichtbar werden.

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Herkunft und Varianten von Marmor

Marmor gibt es in vielen unterschiedlichen Texturen und Farben (Weiß, Grau, Grün, Gelb-Orange, Rosa bis hin zu Schwarz). Seine Abbaugebiete sind über nahezu die ganze Welt verteilt und finden sich in Europa, Afrika, Asien und Nordamerika.

Der berühmteste Vertreter ist ganz klar der Carrara-Marmor aus der Toskana in Italien, der bereits zu Zeiten des antiken Roms abgebaut wurde. Man findet ihn in vielen berühmten Gebäuden wie dem Petersdom oder dem Dom von Florenz, vor allem aber in unzähligen Statuen bekannter Bildhauer. Besonders Michelangelo hat mit seinen Skulpturen dazu beigetragen, dass der Marmor aus Carrara weltweit ein Begriff ist und in seiner reinweißen Variante, Statuario genannt, zum klassischen Material für Bildhauer wurde.

Der grüne Guatemala-Marmor ist wie der Carrara ebenfalls ein umgewandeltes Kalkgestein, fällt allerdings auf Grund seiner Bestandteile unter die Kategorie der Serpentiniten. Seine dunkelgrüne Farbe erhält durch weiße Adern aus Quarz sanfte Schattierungen und eine ruhige Optik. Man findet ihn oft als Wandverkleidung und als Teil von Designermöbeln. Der Name ist allerdings irreführend, denn dieser Marmor wird in Indien unter der regionalen Bezeichnung Rajasthan Green abgebaut.

Aus Spanien kommt der Marron Emperador, ein hell- bis dunkelbrauner Marmor, der sehr abwechslungsreich und auffällig marmoriert und von weißen Linien durchzogen ist. Seine Farbe verleiht ihm eine warme Ausstrahlung und sorgt für Harmonie.

Ebenfalls von der iberischen Halbinsel stammt der Nero Marquina, ein edel wirkender, tiefschwarzer Marmor mit weißer Maserung, der sich besonders gut für kühle Designs, aber auch als Kontrast zu farbigen Akzenten eignet. Man findet ihn häufig als Tischplatte oder für schachbrettartige Fußbodenbeläge. Der Nero Marquina ist allerdings nicht frostbeständig und kann nur für den Innenbereich verwendet werden.

In Südtirol finden sich Sorten wie der Lasa- und der Göflaner Marmor. Letzterer gehört zu den weißesten und härtesten Marmorvarianten weltweit und ist besonders gut für die Verwendung im Außenbereich geeignet.

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Eigenschaften von Marmor

Hitzebeständig sind alle Marmorsorten. Sie halten Temperaturen bis zu 600 °C aus. Deshalb eignen sich Marmorfliesen unter anderem sehr gut für Fußbodenheizungen. Im Hinblick auf die Frostbeständigkeit gibt es Unterschiede, siehe den Nero Marquina. Unser Team von Marmi e Graniti berät Sie gerne ausführlich zu diesem Thema.

Marmor ist auch - entgegen manchen Vorurteilen - pflegeleicht, wenn Sie gewisse Regeln beachten. Polierte Oberflächen sind einfach zu reinigen und sehr widerstandsfähig. Auf Grund seiner Porosität können durch Öle und Säuren allerdings leicht Flecken entstehen. Auch sollten Sie keine herkömmlichen Reinigungsmittel verwenden, die aggressive Substanzen oder gar Schleifkörnchen enthalten. Für die Marmorpflege gibt es spezielle Produkte, die Ihre Fliesen und andere Oberflächen aus dem Material über viele Jahre in frischem Glanz erhalten.

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Unsere Marmorfliesen für Wand und Boden

Die Schönheit und Eleganz des Materials kommt besonders gut in der Form von Fliesen zur Geltung. Vor allem können Sie durch die verschiedenen Farben und Nuancen der Marmorierungen in jedem Ambiente außergewöhnliche Akzente setzen. Ob in strahlendem Weiß oder sanftem Grau, in Grün, Braun oder Schwarz - unsere Fliesen und und alle anderen Produkte ermöglichen Ihnen freie Hand bei der Gestaltung unterschiedlichster Räume. Lassen Sie sich durch unsere Fotogalerie oben einfach inspirieren.

In unserem Fliesensortiment finden Sie alle üblichen Standardformate. Auf Wunsch liefern wir Ihnen aber auch Sonderanfertigungen in anderen Größen, mit speziellen Kantenstrukturen und Oberflächenbehandlungen. Vertrauen Sie beim Kauf auf unsere fachkundige und ausführliche Beratung. Mit unserer langen Erfahrung und unserem Know-how über Marmor wissen wir, worauf es ankommt.

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