Travertin: Eine kleine Geschichte rund um den Baustoff

Das Material Travertin, das gerne als  "Antik- Marmor“ bearbeitet wird, ist ein äußerst warmer Stein, technisch bedingt durch seine vielen offenen Hohlräume. Das warme Empfinden wird durch die braune und beige Farbgebung besonders hervorgehoben. Bei einer Dichte von 2,0 - 2,5g pro Kubikmeter ist er als Baustoff exzellent geeignet, da er sich hervorragend brechen oder zersägen lässt. Die offenen Poren bedingen eine äußerst gute Verdunstungsoberfläche, die das Gestein mit seiner leicht kühlenden und schnell trocknenden Wirkung unter anderem für Thermaleinrichtungen aller Art ideal nutzbar macht.

Egal, ob Sie Travertin im Innenbereich als Bodenbelag oder Wandbekleidung verwenden oder ein komplettes Badezimmer mit Travertin gestalten möchten: Je nach der Oberflächenbearbeitung und dem Material kann der Stein eine edle, elegante aber auch rustikale Wirkung erzielen.

Was genau verbirgt sich hinter diesem Material?

Die Bezeichnung Travertin stammt aus dem italienischen "travertino" und heißt in der lateinischen Sprache "lapis tiburtinus", was übersetzt so viel bedeutet wie "Stein aus Tivoli". Hierbei handelt es sich um einen ziemlich porösen Kalkstein, der eine häufig gelblich und braune seltener eine rötlich oder beige Farbnuancierung aufweist. Er wird aus heißen, warmen oder kalten Süßwasserquellen als sogenannter "Quellkalk" ausgefällt. Mit "Fällung" bezeichnet der Fachmann in der Chemie das Ausscheiden einer gelösten Substanz aus einer Lösung.

In welchen Regionen ist Travertin zu finden?

Auf den Kontinenten rund um den Erdball ist diese Substanz relativ verbreitet, wobei die Vorkommen häufig ziemlich eng begrenzt und von relativ geringer Dicke ist. Damit sich das erdgeschichtlich relativ junge Gestein ablagern kann, braucht es die unmittelbare Nähe älterer Marmor- oder Kalksteinvorkommen. In Deutschland kommt Travertin beispielsweise im Raum um Baden-Württemberg sowie in Thüringen vor. Neben Italien ist es im Europäischen Raum in der Tschechischen Republik sowie in Frankreich, Bulgarien und Kroatien beheimatet. Aber auch außerhalb Europas wie zum Beispiel in der Türkei, China, den USA und Armenien finden sich Travertin-Vorkommen.

Der Abbau

Travertin wird meist über Tage und zwar in Kalksteinbergwerken und Kalksteinbrüchen abgebaut. Mithilfe einer Sprengung wird hierbei die oberste Schicht gelockert. Die unteren Schichten werden dann treppenartig abgetragen. Der Travertin- Abbau muss ausschließlich unter strengen Auflagen erfolgen und zwar wegen der gebietsweisen Überlagerung des Kalkstein mit anderen tragenden Erdschichten.

Mit Travertin zu bauen, ist ökologisch besonders nachhaltig

Travertin ist der einzige Baustoff, der praktisch unerschöpfliche Ressourcen bietet. Auch ist dieser Baustoff so ökologisch, da zu seiner Gewinnung keine künstliche Energie zugeführt werden muss und sein Abbau weder eine Belastung für die Umwelt noch für die Menschen darstellt. Ebenso wird für die Verarbeitung sehr wenig Energie verbraucht. Mit den oben genannten Eigenschaften ausgestattet, wussten bereits die alten Römer Travertin zu schätzen und verarbeiteten dieses Gestein in ihren Thermaleinrichtungen. Seit vielen Jahrhunderten wurde Travertin in exklusiven Schlössern, Kirchen und Landhäusern verwendet und transportiert bis heute einen unverwechselbaren Charakter in jede architektonische Ausgestaltung.

Ausblick

Überzeugen Sie sich einfach bei einem Besuch in unseren Ausstellungsräumen in Pullach bei München während unserer Öffnungszeiten von der Hochwertigkeit und der warmen Ausstrahlung dieses Gesteins. Gerne vereinbaren wir, von NATURSTEINHANDEL MARMI e GRANATI, mit Ihnen auch Samstags nach Voranmeldung einen Termin.

Rufen Sie uns dazu unter der Rufnummer 089- 7938332 an, denn wir freuen uns sehr, Ihnen " die Welt des Travertin" zeigen zu dürfen. Von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, da sind wir uns sicher, werden Sie begeistert sein!